Vom Standard zur individuellen Branchenlösung

21. Mai 2012 um 9.10 Uhr
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Nicht immer muss man sich zwischen Standard-, Individual- oder Branchensoftware entscheiden. Manchmal sind Lösungen anpassungsfähiger, als man denkt. Das Rezept: Man nehme eine flexible Standardsoftware, ein Entwicklungswerkzeug das Zusatzprogrammierungen zulässt und ein ERP-Anbieter mit Branchenwissen.

Erfahren Sie…

  • …wie sich Standardsoftware individuell erweitern lässt und trotzdem releasefähig bleibt.
  • …weshalb Anwender vom Branchenwissen des Lösungspartners profitieren können.

Erstes Beispiel

Schauen wir zunächst in die Stahlbranche zur FF Group AG mit Sitz in Schaffhausen. Zur Unternehmensgruppe gehören 7 Unternehmen mit insgesamt 350 Mitarbeitenden. Die Geschäftsaktivitäten umfassen den Handel und die Verarbeitung von Stahl und Betonstahl und den Verkauf von hochwertigen Werkzeugen, Elektrowerkzeugen, Schrauben, Beschlägen, Schliesssystemen, Eisenwaren sowie Bau- und Installationsmaterialien für Haustechnik und Wasserversorgung.

Für Bau, Industrie und Handwerk liefert die FF Group Qualitätsprodukte und kundenorientierte Anarbeitungs- und Logistiklösungen. Ausserdem betreibt die Unternehmensgruppe regionale Service-Center für den Stahlbereich sowie Handwerkerzentren. Zur FF Group gehören die Unternehmen Ferroflex AG, Ferroflex Zürich AG, Ferroflex Braillard Fers SA, Stierlin AG, Gerber-Stegmann AG, Henz AG und Stahl Reiden AG.

Ein System für die ganze FF Group

Trotz der vielfältigen Ausrichtung der einzelnen Unternehmen entschied sich die FF Group, die Informatik zentral zu betreiben und mit eNVenta ERP ein gemeinsames ERP-System zu beschaffen, das die Bedürfnisse aller Gruppenfirmen abdeckt. Die Anforderungen an die Funktionalität waren komplex, also nichts mit Standard. Oder doch? Zudem wollte die FF Group bei der Benutzerfreundlichkeit keine Abstriche machen. Und in Sachen Investition dachte die FF Group durchaus langfristig:  Technologie und Architektur der Lösung mussten auch in Zukunft maximale Flexibilität und Anpassungsfähigkeit – natürlich unter Wahrung der Releasefähigkeit – gewähren. Als Lösung hatte man sich mit eNVenta angefreundet. Entscheidend war schlussendlich das Branchenwissen der Anbieter: Sowohl der eNVenta-Implementie­rungspartner LOBOS Informatik AG als auch der Software-Hersteller Nissen & Velten überzeugten mit Know-how in der Stahlbranche.

Webservices und Schnittstellen

Mit eNVenta ERP hat sich die Unternehmensgruppe ein weites Feld an Kommunikations- und Integrationsmöglichkeiten via Webservices erschlossen, etwa für die Anarbeitung von Stahl. Hier kommuniziert das ERP-System mit Lantek, einer CAD/CAM-Software für Autogen-, Plasma- und Wasserstrahlschneiden und Stanzen via Webservices. Für einen Auftrag kann Lantek die vorhandenen Lagerlängen und -bestände in der Business-Software abfragen und nach der entsprechenden Schnittoptimierung Material dort reservieren. Nach der Fertigung meldet Lantek die übrig gebliebenen Restlängen wieder an das ERP-System. Schnittstellen bietet eNVenta ERP zum Beispiel zum nexMart-Portal, einer B2B-Branchen-Plattform, auf der Bestellungen an Lieferanten übergeben werden. Via Electronic Data Interchange (EDI) bestellt die FF Group vollelektronisch Schrauben und Befestigungselemente bei der Bossard-Gruppe. Im Biegereibereich arbeitet die FF Group mit Software von Lennerts & Partner, für die ebenfalls eNVenta-Schnittstellen geschaffen wurden.

Zweites Beispiel: Baustoffhandel/Holz

Dass die Kombination Standard-Individual-Branchen-Lösung wirklich funktioniert, zeigt auch das zweite Beispiel: Die Braun AG in Gossau beliefert vorwiegend holzverarbeitende Handwerksbetriebe mit Platten, Balken, Bauprodukten, Türen, Bodenbelägen, Wand- und Deckenverkleidungen sowie allerlei Zusatzprodukten. Aus dem Block- und Mengenlager mit rund 5‘000 qm Grundfläche und 12 m Lagerhöhe wird das Kommissionslager bestückt, in dem mit 4 Hochregal-Maschinen in Regalbahnen von 70 m Länge und 24 m Höhe die Kundenaufträge kommissioniert werden. Rund 100 Mitarbeitende stehen dafür ein, dass jede Woche circa 400 bis 500 Tonnen Material in über 700 assortierten Aufträgen mit 16 eigenen Lkw zu den zahlreichen Kunden gelangen.

Releasefähig trotz Individualisierung

eNVenta ERP überzeugte den Geschäftsführer Patrick Braun und sein Projektteam funktionell durch die individuelle Gestaltung von Prozessen und Masken – und mit dem Branchenpaket eNVenta HOLZ. Zudem lässt sich eNVenta ERP optimal an die Eigenheiten und Bedürfnisse des Anwenderunternehmens anschmiegen, ohne seine Releasefähigkeit zu gefährden. Die patentierte Package- und Vererbungstechnologie sowie die Flexibilität der Entwicklungsumgebung Framework Studio machen es möglich. Zahlreiche unternehmensspezifische Funktionalitäten wurden realisiert wie etwa optimierte Artikelsuchmechanismen, spezielle Preiskonditionierungen oder eine Lieferlosrabattierung. Trotz starker Individualisierung war es jederzeit problemlos möglich, neue Versionen von eNVenta ERP aufzuspielen. Nach 8 Monaten ging die Braun AG mit 50 Usern an den Produktivstart, inklusive Webshop, Logistik und Tourenplanung.

Anwender-Tipp

„Die Technologie der Software hilft uns dabei, die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der FF Group, den Kunden und Lieferanten zu vertiefen und Synergien zu erzielen.“Philipp Pfister, CEO der FF Group AG„Wir haben eine massgeschneiderte ERP-Lösung zu einer vernünftigen Preisleistung erhalten und wissen, dass uns in Zukunft noch viele Möglichkeiten offen bleiben.“Patrick Braun, Inhaber und Geschäftsführer der Braun AG

 

IT-Konkret

Anwender: FF Group AG
Schaffhausen
www.ffgroup.ch
Braun AG
Gossau SG
www.braun.ch

Anbieter eNVenta ERP Schweiz AG
8603 Schwerzenbach
www.enventa.ch
Lösung eNVenta ERP, eNVenta STAHL, eNVenta HOLZ  
Branche Stahl, Holz
Anzahl User 150 (FF Group AG)
50 (Braun AG)

Disclaimer: Sofern im Artikel nicht ausdrücklich erwähnt, wurden allfällige darin beschriebene oder damit assoziierten Beratungs-Dienstleistungen nicht durch Berater der schmid + siegenthaler consulting gmbh erbracht.